Tee (lexikalisch)
[chin.], (echter T.) die getrockneten Blattknospen und junge Blätter des Teestrauchs, die je nach Herkunft und Qualität 1-5% Koffein, ferner Theobromin, Theophyllin, etwas äther. Öl und 7-12% Gerbstoffe enthalten. Beim Aufbrühen werden das Koffein und die Aromastoffe rasch, die Gerbstoffe, die auch die Bräunung bestimmen, erst nach und nach ausgezogen. Bei der Herstellung des schwarzen Tees wird das Pflückgut nach dem Welken gerollt (um die Zellwände aufzubrechen) und dann in Gärkammern bei 30-40°C über vier Stunden fermentiert. Das Trocknen des schwarzen T. erfolgt bei 85 bis 125°C. - Beim grünen Tee unterbleibt die Fermentation. Durch kurzes Dämpfen über siedendem Wasser bleibt die grüne Farbe erhalten. Grüner T. ist ebenso wie der halbfermentierte, "gelbe" Oolong-Tee v.a. in China und Japan verbreitet. Die Handelssorten werden nach der Blattqualität unterschieden: Flowery Orange Pekoe (im wesentlichen nur Knospen), Orange Pekoe (Knospen und oberstes Blatt), Pekoe Souchong (das zweite Blatt) und Souchong (das dritte, gröbste Blatt). Der Rest wird als Fannings (Blattbruch und Blattstiele), als Backsteintee (Ziegel-T.,Tafel-T.; zusammengepresste Blattabfälle) und als Dust (abgesiebter Teestaub) gehandelt. Auch die beim Rollen gebrochenen Blätter werden sortiert und in den Qualitäten Broken Orange, Pekoe, Broken Pekoe oder Broken angeboten. Der beste T. kommt aus den klimatisch günstigen Hochlagen von Darjeeling, Ceylon und Assam (Temperatur im Jahresdurchschnitt 18°C, 2000 mm Jahresniederschlag).
Wirtschaft: 1991 betrug die Welttee-Ernte 2,5 Mill.t. Hauptproduzenten waren Indien (0,72 Mill.t), China (0,57 Mill.t.), Sri Lanka (0,23 Mill.t) und Kenia (0,20 Mill.t.).
Geschichte: Der T. soll in China schon um 2700 v. Chr. bekannt gewesen sein, er fand aber erst im 6.Jh.n.Chr. allg. Verbreitung, zunächst wohl als Arzneimittel. Durch Vermittlung der Araber kam der T. im MA nach Europa, wo er zuerst im 9.Jh erwähnt, aber erst im 17.Jh. zur Handelsware wurde. Die Ostind. Kompanie verbreitete den T. ab 1660 auch in England. In Deutschland verbreitete sich das Teetrinken erst seit Beginn des 19. Jahrhunderts.
Lit.: Maronde, C.: Rund um den T. Ffm. 281991.-
Okakura,K.: Das Buch vom T. Dt. Übers. Ffm. 1979.”
aus: Meyers großes Taschenlexikon in 24 Bänden. 5. Auflage, 1995
Wirtschaft: 1991 betrug die Welttee-Ernte 2,5 Mill.t. Hauptproduzenten waren Indien (0,72 Mill.t), China (0,57 Mill.t.), Sri Lanka (0,23 Mill.t) und Kenia (0,20 Mill.t.).
Geschichte: Der T. soll in China schon um 2700 v. Chr. bekannt gewesen sein, er fand aber erst im 6.Jh.n.Chr. allg. Verbreitung, zunächst wohl als Arzneimittel. Durch Vermittlung der Araber kam der T. im MA nach Europa, wo er zuerst im 9.Jh erwähnt, aber erst im 17.Jh. zur Handelsware wurde. Die Ostind. Kompanie verbreitete den T. ab 1660 auch in England. In Deutschland verbreitete sich das Teetrinken erst seit Beginn des 19. Jahrhunderts.
Lit.: Maronde, C.: Rund um den T. Ffm. 281991.-
Okakura,K.: Das Buch vom T. Dt. Übers. Ffm. 1979.”
aus: Meyers großes Taschenlexikon in 24 Bänden. 5. Auflage, 1995
vpitt - 27. Mär, 10:07